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Just say no!

Posted in Texte by monacoverein on Juni 16, 2011

Kein palästinensischer Staat mit Fatah und Hamas!

Niemand kann sich im Klaren darüber sein, wie die Zukunft aussieht. Doch die Menschen können mit einer offenen Zukunft nichts anfangen, ihnen graut vor Überraschungen. Dies sichert die Lebensgrundlage von Wahrsagern, Horoskoperstellern, Versicherungsvertretern und Samanda und Rebecca vom Astrokanal. Derselbe Umstand, der jedoch einem durchschnittlichen deutschen Sekundärtugendenbesitzer normalerweise Schauer um Schauer über den Rücken jagt und selbst den geringwertigsten Gebrauchsgegenstand spezialversichern lässt, lässt sie kalt, wenn es um die geplante Anerkennung von Palästina als Staat vor der Generalversammlung der UN im September geht. Offenbar fürchtet man die Überraschungen, die durch die Staatsgründung hervorgerufen werden können, nicht – vermutlich ahnt man, dass sie ‚nur’ Israel betreffen dürften. Sollte etwa diese Staatsgründung vom allgemeinen Tenor begleitet sein, dass Israel nun bitteschön die westliche Welt mit seinen Problemen in Ruhe lassen soll?

Israel, und besonders dessen Ministerpräsident Netanjahu, gelten gemeinhin als nicht dialogfähig, und das trotz guter Ratschläge von Seiten der internationalen Gemeinschaft. „Ich habe oft mit israelischen Politikern gesprochen und sie gedrängt, flexibel zu sein und den Palästinensern Anreize zu bieten, so dass der Dialog ohne Vorbedingungen wieder beginnen kann“, sagte beispielsweise UN-Generalsekretär Ban Ki Moon[1]. Niemanden interessiert es dabei, dass ein Dialog ohne Vorbedingungen in einer Situation wie dem sogenannten Nahostkonflikt, bei dem eine Seite unverhohlen die Vernichtung der anderen propagiert und fordert[2], einzig dem finsteren Ansinnen von Hamas und Co. zuarbeitet.

Dass Barack Obama sich neuerdings, abgesehen von einigen Gebietsaustauschen, positiv auf die Grenzen von 1967 bezieht, kann ebenfalls nur als Aufforderung zur Kapitulation vor der neuen palästinensischen Einheitsfront aus Hamas und Fatah verstanden werden. Denn auch wenn Netanjahu immer nur damit zitiert wird, dass Israel ohne die Golanhöhen nicht zu verteidigen sei, hält es keine Zeitung für notwendig, auch nur einmal die Frage zu stellen, ob er nicht Recht haben könnte. Alles, was die israelische Regierung sagt, wird, ohne das geringste Zögern, als „Kriegspropaganda“ denunziert, während die permanenten Drohungen der Palästinenser als aus der Verzweiflung geborene, aber nicht weiter ernstzunehmende Rhetorik abgetan oder, wie im Fall des irren Leitartikels von Mahmud Abbas in der New York Times[3], gar nicht erst thematisiert werden (letzteres hätte schließlich bedeutet, das Bild von der Fatah als unideologisch-gemäßigter Kraft überdenken zu müssen). So sind die einzigen, die Netanjahus Warnungen Augenmerk schenken, die Palästinenser. So äußerte sich Nabil Shaath, der 2010 palästinensischer Chef-Unterhändler bei den Friedensgesprächen in Washington war, gegenüber dem International Herald Tribune: “In einer Welt mit Nuklearwaffen, Raketen, und einer starken Luftwaffe wie der israelischen, ist es irrelevant von nicht zu verteidigenden Grenzen zu sprechen, insbesondere im Bezug auf ein kleines Land wie Palästina.”[4] Offensichtlich sind die Vorbedingungen für den Frieden, welche die einstige israelische Ministerpräsidentin Golda Meir bereits in den 70er Jahren eingefordert hatte, noch längst nicht erfüllt, wenn das erste, was einem palästinensischen Offiziellen zur Verteidigung Israels einfällt, ausgerechnet Nuklearwaffen sind. Dass Netanjahu wohl kaum ernstlich in Erwägung ziehen würde, die Golanhöhen, sollten sie in syrischer Hand sein und sich von dort aus ein Angriff ereignen, mit Nuklearwaffen zu beschießen, dürfte außer dezidierten Antisemiten jedem klar sein. Doch Shaath scheint – stellvertretend für andere – so in seinem Wahn gefangen zu sein, dass er von der nuklearen Apokalypse geradezu besessen ist. Wie man selbst die Juden nicht etwa vertreiben oder diskriminieren, sondern auslöschen will, so halluziniert man sich das „zionistische Regime“ (Ahmadinedschad) als blutrünstige Ausgeburt Satans höchstpersönlich herbei.

Angesichts solcher Zustände fällt Barack Obama nichts besseres ein, als fromme Wünsche zu formulieren: “Von keinem Land kann verlangt werden, mit einer terroristischen Vereinigung zu verhandeln, die sich seiner Vernichtung verschrieben hat. Wir werden weiterhin von der Hamas fordern, dass sie die grundlegenden Pflichten des Friedens inklusive der Anerkennung des Existenzrecht Israels, der Ablehnung von Gewalt und des Einhaltens existierender Abkommen akzeptiert.”[5] Dass sich die Hamas, wollte sie dieser Forderung entsprechen, auflösen müsste, Obama also genauso gut die zweite Erscheinung Christi oder fliegende Schweine fordern könnte, müsste ihm dabei eigentlich klar sein.

Niemand kann es den Palästinensern verdenken, dass sie der Situation, in Camps leben zu müssen und keine Bildung zu erhalten, entfliehen wollen. Beide Umstände sind allerdings der Palästinenserbehörde in Kooperation mit der UN sowie den angrenzenden arabischen Staaten zu verdanken – und eben nicht Israel. Die Palästinenserbehörde erhält den Flüchtlingsstatus künstlich aufrecht und verbietet es den Kindern der „Flüchtlinge“, am Unterricht teilzunehmen[6]. Israel ist dagegen der einzige Staat im Nahen Osten, in dem eine Demokratie westlichen Zuschnitts besteht, Homosexuelle ihre Beziehungen öffentlich zeigen können und in dem Frauen die selben Rechte wie Männer haben. In einen Landstrich zurückzukehren, den ihre Großeltern zuletzt gesehen haben, befreit die palästinensische Bevölkerung nicht von den korrupten, terroristischen und willkürlichen Führern, die sie selbst unterstützen und deren Vereinigung sie abfeiern. Einen Vorgeschmack auf das, was diese Führer mit der israelischen Bevölkerung vorhaben, bot der sogenannte Nakba-Tag, als sie hunderte Berufspalästinenser an der libanesischen Grenze Steine auf israelische Soldaten werfen ließen und weitere Horden auf den Golanhöhen, bei Hebron und von der West Bank aus auf Israel losjagten oder dies symbolisch auf die israelische Botschaft in Kairo taten[7]. Dies wiederholte sich am Naksa-Tag von syrischer Seite.

Diese abgesprochenen Attacken von allen Seiten verweisen zusammen mit der nur als zweites Seeräuberkommando zu bezeichnenden[8] Free-Gaza-Flotilla darauf, dass die Aggressoren weder bilaterale Friedensabkommen noch internationales Recht akzeptieren, sondern einzig und allein ihren antisemitischen Vernichtungswillen durchsetzen wollen. Dass dafür radikalen Mohammedanern und anderen Irren jedes Mittel und jede Lüge gerechtfertigt ist, kann u.a. in der von der Al-Azhar-Universität in Kairo goutierten Übersetzung The Classic Manual of Islamic Sacred Law auf den Seiten 744-746 nachgelesen werden. Jede Ausrichtung einer palästinensischen Staatsgründung nach den palästinensischen Vorgaben – anderen wird der Block aus Hamas und Fatah niemals zustimmen – hat somit zweifelsohne die Vernichtung Israels zum Ziel. Im Angesicht dieser Bedrohung zu fordern, der Bedrohte solle den Bedrohenden Anreize schaffen, damit der Dialog ohne Vorbedingungen geführt werden könne, ist blanker Hohn. Es liegt auf einer Linie mit der bisherigen Rolle der UN bezüglich Israels, die zwar reichlich Resolutionen gegen den Mitgliedsstaat Israel, nicht aber gegen eine terroristische Organisation wie die Hamas fertig bringt.

Auch in München ist die Stadt bemüht, sich dieser Linie anzupassen. Wie schon die Jahre davor unterstützte sie finanziell die „Palästinatage“, die unter anderem im Eine-Welt-Haus und im Gasteig stattfanden und auf einer illustren Veranstaltung den angeblich gewaltlosen Widerstand von Palästinensern hochjubeln ließen, um vom antisemitischen Terror nicht reden zu müssen. Diese Veranstaltung bildete den Abschluss der von hinlänglich bekannten Gestalten des „Münchner Friedensbündnisses“ und des „Palästina Komitees München“ ausgerichteten Hetzkampagne gegen Israel. In einer dieser Veranstaltungen im Gasteig wurde die so genannte Einstaatenlösung propagiert, auf ausliegenden Texten wurde vor „jüdischer Paranoia“ gewarnt. Die Idee dieser Einstaatenlösung ist simpel: Alle Palästinenser, inklusive dritter und vierter Generation aus anliegenden arabischen Staaten, sollen auf dem Gebiet Israels samt Gaza und West Bank dieselben Bürgerrechte wie die Israelis erhalten. Die Golanhöhen sollen, was keineswegs eine Überraschung darstellen dürfte, dabei wieder Syrien zufallen. Zu der seit ihrer Vertreibung bzw. Flucht von 700.000 auf 3,7 Mio. gestiegenen Anzahl palästinensischer „Flüchtlinge“ (interessant ist bei dieser Entwicklung die inflationäre Verwendung des Begriffes „Völkermord“; der einzige Völkermord, der zu einem Bevölkerungsanstieg geführt hat) kämen dazu noch knapp 5,7 Mio. aus anderen Staaten dazu[9]. Dem ständen 5,8 Mio. jüdische Einwohner gegenüber, die dadurch eine Minderheit werden würden: Israel als souveräner jüdischer Staat und Schutzraum für alle vom Antisemitismus Verfolgten wäre erledigt. Die Hamas, welche durch ihr Bündnis mit der Fatah in der öffentlichen Meinung zwar an Seriosität gewonnen, allem Vernehmen nach aber nichts an ihrer Einstellung geändert hat, schlägt in ihrer immer noch gültigen Charta zum Umgang mit dieser Minderheit Folgendes vor: „Der Tag des Jüngsten Gerichts wird nicht kommen, bis die Moslems die Juden bekämpfen (die Juden töten), wenn die Juden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Die Steine und Bäume werden sagen O Muslime, O Abdulla, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.”[10]

Scheich Yunus al-Astal, Imam und Rechtsgelehrter der Hamas, legte 2008 den Koranvers „durch Feuer leiden ist das Schicksal der Juden in dieser und der nächsten Welt“ so aus: „Der Grund für diese Strafe durch Verbrennen ist, dass es die angemessene Strafe dafür ist, was sie getan haben. Aber die dringliche Frage ist, ob es möglich ist, dass sie die Strafe des Verbrennens in dieser Welt bekommen, vor der großen Strafe des Schmorens in der Hölle? Viele religiöse Anführer sind dieser Meinung. Deshalb sind wir sicher, dass der Holocaust erst über die Juden kommen wird.“[11] Sie sind sich deshalb so sicher, weil sie den zweiten Holocaust selbst planen.

Wenn die Palästinenser im September von der UN einen Staat zugesichert bekommen, könnte dieser widerliche Antisemit und Holocaustleugner tatsächlich insofern Recht haben, als dass die Vernichtung der Juden auf israelischem Boden gelingen kann. Wenn das passiert, dürfte das den durchschnittlichen deutschen Sekundärtugendenbesitzer noch unter Umständen betroffen machen, ihn aber ebenso wenig wie Barack Obama und die UN überraschen. Was Samanda und Rebecca vom Astrokanal dazu sagen würden, ist uns allerdings nicht bekannt.


[1] Laut AFP vom 20.05.2011

[2] z.B.: Hamas Prime Minister in Gaza Ismail Haniyeh urged the PLO Friday to rescind its recognition of Israel in response to the Jewish state’s objection to the Palestinian unity agreement. Haniyeh said that there was no justification for recognizing the „Israeli entity“ in wake of Israel’s objection to Palestinian rights and unity. „Their presence on our land is illegal and cannot be recognized,“ the Hamas leader said. (http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4062337,00.html).

[8] Man vergleiche hierzu die fantastische Aktion in Leipzig bei einem Vortrag der Frauendecksitzerin Inge Höger (http://bonjourtristesse.wordpress.com/2010/12/25/heimkehr-einer-veteranin/) im Bezug auf die Mavi Marmara

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